Bei Minusgraden unter freiem Himmel

Foto: Meinhardt (Symbolbild)
Foto: Meinhardt (Symbolbild)

109 Menschen haben laut des Dortmunder Sozialamtes in dieser Stadt kein Dach über dem Kopf. Oft schlafen diese Menschen in leerstehenden Häusern, bei U-Bahn Haltestellen oder einfach auf der nächsten Bank. Was im Sommer noch kein Problem ist, kann im Winter schon gefährlicher sein. Wo halten sich Obdachlose in Dortmund während der Wintertage auf und wo schlafen sie bei Temperaturen unter 0° Celsius?

Offiziell sollen in Dortmund 109 Menschen als obdachlos gemeldet sein. Ob diese Zahl auch wirklich stimmt, weiß man nicht. Besonders jetzt zur kalten Jahreszeit ist das Leben auf der Straße nicht leicht. Neben der alltäglichen Sorge, wie genug Essen und Trinken zu beschaffen, kommt die Suche nach warmen Schlafplätzen dazu.
Hilfe kommt von vielen Seiten. Das Sozialamt bietet Mehrbettzimmer gegen das Frieren im Freien an und warme Mahlzeiten gibt es jeden Tag bei der Kana Suppenküche in der Mallinckrodtstaße. Doch nicht jeder hilfsbedürftige Mensch möchte diese Hilfe annehmen. Im Weg steht meistens der Stolz. Man muss es allein schaffen! Schlafsäcke der Bundeswehr sind trotz allem Stolz dennoch sehr beliebt.

„Meinen alten Schlafsack haben sie mir geklaut!“

Die Kana verteilt jedes Jahr alte ausrangierte Schlafsäcke der Bundeswehr aus Deutschland oder eines anderen Landes an die Leute, die im Winter unter freiem Himmel schlafen müssen. Doch der Vorrat ist begrenzt. Wer zuerst kommt, malt zu erst.
„Meinen alten Schlafsack haben sie mir geklaut!“, berichtet Rainer, der wie viele andere öfter in der Suppenküche zu Besuch ist. Jeden Abend schlägt er mit einem Kumpel sein Nachtlager an den Westfalenhallen auf. „Da gehst´e einmal kurz für ein paar Minuten weg, um Zigaretten zu holen und schon sind sie weg!“ Bei Kana kann er über seinen Frust sprechen.

Viele kennen sich untereinander. Bei einer warmen Suppe und Kaffee unterhält man sich über das Leben früher und heute. Gerade jetzt in der Winterzeit herrscht dort Hochbetrieb. Ende des Monats kommen manchmal über 300 Gäste in die vier Wände der ehrenamtlichen Helfer, um sich für ein oder zwei Stunden aufzuwärmen. Nicht jeder der Gäste ist zwar obdachlos, doch die Zahl der Besucher spricht für sich.

„Viele unserer Besucher sind sehr dankbar und höflich, wenn sie hier täglich vorbei kommen. Einige kennen wir sogar beim Namen und helfen ihnen auch bei Gängen zum Amt.“, sagt Hella, eine Mitarbeiterin der Suppenküche.
Suppe wird so viel gekocht, dass sie für alle Besucher, die zwischen 12 und 14 Uhr kommen reicht und Kaffee gibt es sogar satt. Nach dem kurzen Aufwärmen geht es für alle weiter. Wieder zurück nach draußen in die Kälte. Jeden Tag auf´s Neue.

Mehrere Nächte am Stück wach

Derzeit sind die Temperaturen mit den Schlafsäcken auszuhalten, doch wenn die Zeit kommt, in der die Anzeige des Thermometers in den zweistelligen Minusbereich fällt, kann es auch lebensgefährlich werden. Viele der Obdachlosen bleiben in solchen Nächten wach und gehen umher. „Man muss in Bewegung bleiben und sich somit aufwärmen. Dann hält man es bis zum Morgen durch und kann sich zu den Ladeneröffnungen wieder ein wenig aufwärmen“, erklärt Rainer. Auf diese Art halten manche der Männer und Frauen mehrere Nächte am Stück aus.

Doch auch bei ihnen kommt irgendwann die Müdigkeit zurück. Manche Obdachlose überwinden in solchen Kältezeiten ihren Stolz und nehmen die Hilfe des Sozialamtes an und übernachten in einer für sie angemieteten Schlafräume. Andere wiederum lassen sich auch nicht von der Jahreszeit abbringen, ihre Probleme alleine beseitigen zu wollen. Sie kämpfen weiterhin jeden Tag wieder mit der Kälte. Kämpfe, die Jahr für Jahr verloren werden und Menschen, die in der Kälte sterben.

von Tobias Lauenroth

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